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»Kairo, Mutter der Städte, 1400 Jahre Architektur«
Studienreise Kairo, 24. Februar bis 05. März 2023

Wenn Rom mit Recht die "ewige" genannt wird, so gilt Kairo im arabischen Raum als »Mutter der Städte«. Ein Name - vielmehr ein Programm, das mehr als nur auf die lange Geschichte der Stadt hinweist. Was aber ist die Idee Kairos? In zehn thematischen Stadtspaziergängen gehen wir dieser Frage nach. Die rund zwei- bis dreistündigen Stadtwanderungen führen zu den Ursprüngen der arabischen Eroberung und den drei frühen arabischen Kapitalen. Zwei Rundgänge sind Al-Qahira, »der Siegreichen« gewidmet, die der Stadt den Namen gab. 969 von den Fatimiden gegründet, erlebte sie ihre Blüte unter den Sultanen Saladin, Baibars und den Mamluken. Die Einverleibung ins Osmanische Reich besiegelte für mehr als drei Jahrhunderte Ägyptens Schicksal - die einst mächtige Hauptstadt wurde zur Provinzstadt. Im 19. Jahrhundert wandelte sich Kairo zur Grossstadt nach europäischem Muster mit prächtigen Boulevards, Rondpoints und Sichtachsen. Zu Recht wurde Kairo als das »Paris am Nil« bezeichnet. Der Besuch von al-Qahira al-Gadida führt schliesslich in die Gegenwart der modernen Metropole. Ergänzt werden die Rundgänge durch einen Ausflug in die Frühgeschichte, ägyptische Gäste und Zeit zum Verweilen.

Detailprogramm und Anmeldung über: -> Thomas Meyer-Wieser
»Vom Dschungel zur städtischen Hochkultur«
Studienreise Iran, 19. Mai bis 4. Juni 2023

Wasser ist der Quell allen Lebens. Dass im Iran, welcher landläufig mit grossen Wüsten in Verbindung gebracht wird, unberührte Urwälder wachsen, ist dem Elburs-Gebirge am Kaspischen Meer zu verdanken. An dessen steilen Abhängen steigen die Wolken auf und es regnet ausgiebig. Die menschliche Besiedlung und die Entwicklung der Gartenbaukunst musste sich in den trockenen Gebieten des Irans hingegen mit dem Mangel an Wasser beschäftigen. Besiedeln im Orient entspricht nicht unseren westlichen Vorstellungen. »Urbar machen« in Europa heißt »roden«, eine »Lichtung schlagen« in der Gebäude, als Einzelbauten oder zu Reihen zusammengesetzt, errichtet werden. »Urbar machen« im Orient heißt: »pflanzen«, eine »Oase anlegen«, einen »Ort bewohnbar machen«, üblicherweise an einer Quelle oder in einem Wadi gelegen, in dem Höfe und Plätze aus einer weitgehend ungegliederten Masse ausgestanzt werden. Auf der Reise ins nördliche und östliche Iran werden wir diesem Spannungsbogen folgen und den Einfluss des Wassers auf Siedlungen und auf die Vegetation nachgehen.

In Zusammenarbeit mit Hosna Pourhashemi
Detailprogramm und Anmeldung über: -> Thomas Meyer-Wieser
»Rotten, Rhone, Rhône - Avignon«
Casafair Reise, 24. bis 27. August 2023

Unsere Reise der Rhône entlang geht weiter von Lyon über Le Corbusiers Kloster Sainte-Marie de La Tourette und Firminy Vert nach Avignon. Die Stadt war ein Jahrhundert lang Residenz der Päpste, und somit die Hauptstadt des Christentums, sozusagen das zweite Rom. Der italienische Humanist und Dichter Francesco Petrarca nahm dort eine Stelle an, bestieg am 26. April 1336 den Mont Ventoux und betrachtete die Landschaft. Es war vermutlich das erste Mal in der Geschichte, dass Landschaft in dieser bewussten Weise als Bild erkannt wurde. Seine Schilderung des Aufstiegs gilt als Geburtsstunde des Alpinismus und der neuzeitlichen Sicht der Natur. Das Hôtel Cloitre St. Louis von Jean Nouvel bildet den Ausgangspunkt unserer „Voyage d‘etude“.

Detailprogramm und Anmeldung über: -> Anne-Lise Diserens, architektour
Auftraggeber: Hausverein Sektion Zürich
»Asmara - Afrikas heimliche Hauptstadt der Moderne«
Studienreise Eritrea, 16. bis 24. September 2023

Asmara ist Afrikas heimliche Hauptstadt der Moderne. Fast unbeschädigt aus den Wirren von Zweitem Weltkrieg, 40 Jahren äthiopischer Besatzung und einem 30jährigen Befreiungskrieg hervorgegangen, beherbergt die Stadt heute das weltweit größte erhaltene Ensemble moderner Architektur. Nur Miami South Beach, Tel Aviv und Napier in Neuseeland bieten ähnliche, jedoch kleinere Ensembles dieser Epoche. Asmara ist die einzige größere Stadt der Welt, deren Zentrum die verschiedensten architektonischen Bewegungen der Moderne und deren Vorläufer in einem Gesamtensemble vereint. Das Stadtzentrum Asmaras ist zum größten Teil in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter der italienischen Kolonialmacht entstanden. Die meisten Bauten sind in der Architektursprache der Architettura Razionale, der italienischen Moderne der 20er und 30er Jahre errichtet, es finden sich aber auch zahlreiche Beispiele des Novocento, Futurismo, Neoklassizismus, Neobarocks, Monumentalismus sowie Bauten mit Bezügen zu den lokalen, eritreischen Bauweisen. Trotz des steigenden Interesses an der jüngeren Architekturgeschichte, insbesondere an der klassischen Moderne und dem Movimento Moderno, ist Asmara selbst unter Fachleuten kaum bekannt.

Detailprogramm und Anmeldung über: -> Thomas Meyer-Wieser
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